Nach dem Scheitern der Verhandlungen am Wochenende eskaliert die Lage in der Strasse von Hormus erneut und schickt die Ölpreise zum Start in die neue Woche wieder über 100 Dollar. Die USA planen nun ihrerseits eine Sperrung der Meerenge und wollen die iranischen Häfen entlang der Wasserstrasse blockieren, um die iranischen Ölexporte zu unterbrechen.
In dieser Folge von Powerstories geht Avenergy Suisse der Frage nach, wie sich der Benzinpreis an der Zapfsäule zusammensetzt und warum er so stark schwankt. Am Beispiel einer Tankstelle in Suhr wird gezeigt, dass sich der Preis grob in drei Teile gliedert: Einkauf und Transport, staatliche Abgaben sowie Vertrieb und Verkauf. Dabei wird deutlich, dass internationale Handelsplätze wie Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen eine zentrale Rolle spielen – sie sind preisbestimmend für die Schweiz. Auch Faktoren wie der Dollar-Franken-Wechselkurs oder Transportkosten beeinflussen die Preise direkt.
Einen grossen Anteil machen zudem die staatlichen Abgaben aus: Rund die Hälfte des Benzinpreises fliesst in Form von Mineralölsteuer und Mehrwertsteuer an den Staat. Der verbleibende Anteil deckt Kosten für Logistik, Infrastruktur und Betrieb der Tankstellen. Die Folge zeigt anschaulich, dass der Preis an der Zapfsäule das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels globaler Märkte, politischer Rahmenbedingungen und lokaler Wettbewerbsfaktoren ist.
Einmal pro Jahr informiert Avenergy Suisse in Kooperation mit Swissoil die Branche über die neusten Entwicklungen im Heizölbereich. So auch am vergangenen 18. März am traditionellen Marketingtag im Hotel Arte in Olten. Welche Regeln gelten in den verschiedenen Kantonen im Bezug auf den Heizungsersatz, was bringen die MuKEn 2025, wie organisieren unsere Verbände die Information und Beratung der Heizölkundschaft und welche Rolle spielt Bio-Heizöl bei der Erfüllung der gesetzlichen Auflagen? Darüber informierten im ersten Teil der Veranstaltung Roland Bilang, Samira Ilg und Benni Wüest (Avenergy Suisse), Martin Stucky (Informationsstelle Heizöl), Ueli Bamert (Swissoil) und Dominic Strübin (Biofuels Schweiz). Im zweiten Teil erfuhren die rund 60 Anwesenden dann in einem spannenden Gastreferat von Alexander Keberle (Leiter Standortpolitik bei Economiesuisse) alles über den Stand der Klimapolitik und das europäische Emissionshandelssystem. Zuletzt brachte Fabian Bilger, Vizedirektor Avenergy Suisse, die Gäste auf den neusten Stand zu den diversen Zollfragen. Genügend «Brain-Food» für die Anwesenden, um sich beim anschliessenden Mittagessen austauschen zu können.
Nachfolgend finden Sie die Referate der verschiedenen Referenten sowie die besten Eindrücke des Marketingtages 2026:
Download der Präsentationen als PDF:
Energie- und Klimagesetze in den Kantonen – Ueli Bamert
«Heizen mit Öl» – Roland Bilang, Samira Ilg
Praxiserfahrungen unserer Berater – Martin Stucky
Ziel Bioheizöl vie HKN – Dominic Strübin, Bernhard Wüest
Wie könnte das neue CO2-Gesetz aussehen? – Roland Bilang
Wie funktioniert das Emissionshandelssystem? – Alexander Keberle
Update zu Zollfragen – Fabian Bilger
Die Ölpreise legten in der vergangenen Woche erneut zu, wobei Brent zeitweise auch wieder an der 120 Dollar-Marke kratzte. Hauptgrund dafür war der Angriff Israels auf das iranische Erdgasfeld South Pars Mitte der Woche, der iranische Vergeltungsschläge auf zahlreiche Energieanlagen in anderen Ländern des Nahen Ostens zur Folge hatte.